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von Sascha Piroutz Oktober 24, 2018

Echte Handarbeit!
Holzschuhe aus Kärnten mit dem gewissen Etwas

Wer bei Holzschuhen jetzt an die holländischen "Klompen", an lautes Klappern oder unbequemes Gehen denkt, sollte diese Vorurteile bei den "woodys" schnell über Bord werfen.

 

Familienbetrieb goes Fashion Week

Wie kommt man aber dazu, Holzschuhe zu fertigen? Michael Piroutz gründete das Unternehmen 1922 und fertigte Holzrechen, Heugabehi und Sensenstiele. Seit Beginn an produzierte man aber auch immer wieder Holzzockel (Holzpantoffel), damals noch für die Landwirtschaft. Im Lauf der Jahre spezialisierte man sich immer mehr auf die Holzschuherzeugung. Mittlerweile führt Gerhard Piroutz in vierter Generation die Geschicke von der woody GmbH in Sittersdorf. Er startete Ende der 1990er-jahre mit der Marke woody so richtig durch. Besonderes Highlight war wohl ein Telefonanruf im Jahr 2015: Die britische Modedesignerin Vivienne Westwood wollte spezielle woodys für ihre Laufstegshow anlasslich der Fashion Weeks in Paris und Mailand. "Wir schafften es binnen weniger Wochen, die Wünsche der Designer zu erfüllen".



Absolute Handarbeit

Bis aber jemand - egal, ob Designerin oder Kunden - in die Holzschuhe schlüpfen kann, bedarf es einer Menge Arbeit. "35 Arbeitsschritte sind bei uns notwendig, bis ein woody fertig ist". Sie hat sogar einmal sämtüche Handgriffe von der Baumfällung bis zum Verkauf gezählt. "Es waren über 560". Pro Jahr produzieren wir bis zu 50.000 Paar Sohlen. Ein Großteil davon verlässt als fertiger Schuh das Werksgelände." In dem Zusammenhang sei gesagt, dass wir unserer Holzschuhe  ohne CNC-Anlagen oder Fließbänder herstellen!
Aufgrund der aufwändigen Fertigung und der hohen Qualität setzen wir gezielt auf das Können unserer Mitarbeiter. " Der Betrieb kauft vorgetrocknetes Schnittholz zu.
Zum Großteil ist es Weide. Seit 2015 führen wir auch Zirbenschuhe im Programm. Die Weide stammt aus den kroatischen Donau-Auen, die Zirbe aus Kärnten. Rund 350 m3 sind es jährlich. Zunächst sägen die Mitarbeiter das Schnittholz - je nach Modell und Schuhgröße - in verschieden große Holzklötze. Kopierfräsen bringen die Rohform der Sohle auf das Holz, Kreissägen erzeugen die Trennschnine für die Biegezonen. Als Nächstes folgen das Raspeln und das Entgraten, um die Kanten zu brechen. Im nächsten Schritt folgt die Besonderheit von woody: die biegsame Sohle. Dafür muss das Holz zunächst für etwa zwölf Stunden erwärmtt werden, bevor es der Mitarbeiter in eine Vorrichtung legt. Dort gießt er einen speziellen Naturkautschuk darüber, meist in Schwarz, Weiß, Hell- oder Dunkelbraun. Unter Hitze verfestigt sich der Kautschuk und verbindet sich mit dem Holz. Danach heißt es wieder warten - rund 24 Stunden. Erst dann hat sich der Kautechuk richtig verfestigt und schmiert bei der weiteren Bearbeitung nicht. Danach fräsen wir das Fußbett in die Sohle und sorgen für die perfekte Außenform.
An mehreren Stationen verpassen die Mitarbeiter der Sohle einen Falz für die Befestigung des Schuhoberteils, runden die Kanten ab, schwabbeln Kanten und Fußbett und beizen die Sohle. Dann muss sie für einige Stunden trocknen, bevor es an das Polieren und Reinigen geht.



Sohlenhochzeit

Im Anschluss erhält das Original sein "Original": In die Sohle wird das Logo eingebrannt. Und hier feiert man auch Hochzeit: Die Iinke und rechte Sohle treffen zum ersten Mal aufeinander, wie sie später im Schuhkarton zu finden sind. In einer weiteren Halle erfolgt die Fertigstellung: Gerhard Piroutz fährt selbst nach Mailand, um das hochwertige Leder auszuwählen. In Ungarn erfolgt die Stepperei, in Sittersdorf klammem die Mittarbeiter das Leder auf das Holz. Mithilfe von Dampf weicht er das Leder auf, um es mit Leisten in Form zu  bringen. Über Nacht trocknen die Schuhe aus. Dann folgen die Endkontrolle, das Finish und die Verpackimg. Mit der Lagerung sind wir beim eingangs erwähnten 35. Arbeitsschritt angekommen. Dabei sind die unentwegten Qualitäts- und Passformkontrollen durch die rund 40 Mitarbeiter in der Produktion nicht mitgezählt. Und dann geht es ab in den Verkauf. Entweder direkt vor Ort in Sittersdorf, zu ausgesuchten Fachhändlem oder in unserem Onlineshop. Denn obwohl der woody eigentlich keine besondere Pflege verlangt, empfiehen wir einige Handgriffe, damit man lange Freude an den Holzschuhen hat.

Sascha Piroutz
Sascha Piroutz



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Nie mehr kalte Füße und ein gesündes, besseres Gehen mit Holzschuhen
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